Sony PS-HX500 im Test: der Hi-Res-Digitalisierer

Sony PS-HX500 im Test: der Hi-Res-Digitalisierer

Der Sony PS-HX500 kann eine Sache besser als fast jeder andere Plattenspieler: deine Schallplatten direkt in Hi-Res aufnehmen — DSD oder WAV bis 192 kHz/24 bit, mit Sonys eigener Software statt Bastellösung. Für diese Einordnung haben wir Fachpresse-Tests und hunderte Käuferbewertungen ausgewertet — und dabei ein ungewöhnlich gespaltenes Presse-Echo vorgefunden.

Auf einen Blick ★★★★ 4,0/5
Antrieb Riemenantrieb
Bedienung Manuell
Phono-Vorverstärker Integriert (schaltbar)
Hi-Res-Aufnahme DSD & WAV bis 192 kHz/24 bit
Der Hi-Res-Digitalisierer Sony PS-HX500
Der Hi-Res-Digitalisierer Sony PS-HX500

Der Hi-Res-Digitalisierer: Sony PS-HX500

Der Sony PS-HX500 macht eine Sache besser als fast alle anderen — er nimmt deine Schallplatten direkt in Hi-Res auf (DSD oder WAV bis 192 kHz/24 bit), mit Sonys eigener Aufnahme-App statt Bastellösung. Dazu ist er ein sauber verarbeiteter Riemen-Plattenspieler mit eingebauter Phono-Vorstufe, der in wenigen Minuten spielbereit ist.
Das spricht dafür
  • Hi-Res-Aufnahme eingebaut — der A/D-Wandler nimmt Vinyl als DSD oder WAV bis 192 kHz/24 bit auf, mit eigener Aufnahme-App
  • Phono-Vorstufe integriert — läuft direkt an Verstärker oder Aktivboxen
  • Solide gebaut — 30-mm-MDF-Gehäuse und Aluminium-Druckguss-Teller, ruhiger Riemenlauf
  • Schnell startklar — Tonabnehmer vormontiert, Setup in wenigen Minuten
Das spricht dagegen
  • Auslaufmodell — Verfügbarkeit schwankt, teils nur Restposten zu wechselnden Preisen
  • Keine DJ-Features — kein Pitch; er ist ein reiner Hör- und Digitalisier-Player
  • Klanglich nicht der Champion — wer kein USB braucht, bekommt fürs gleiche Geld stärkere Alternativen
Das sagt die Welt
Fachpresse-Konsens 4,2/5
Detailreich, klar und rhythmisch sicher — und die Hi-Res-Aufnahmefunktion arbeitet hervorragend.What Hi-Fi?, 5/5 · Award-Gewinner 2018
aus 3 Quellen (What Hi-Fi, stereoplay, testberichte.de-Aggregat)
Käufer-Alltag 4,3/5
aus 305 Bewertungen (Google + Amazon)
↔ Die Lücke: Selten ist die Presse so gespalten: Die englische feiert ihn mit Bestnote und Award, die deutsche stuft ihn nüchtern in die obere Mittelklasse ein. Die Käufer landen mit 4,3 dazwischen — zufrieden, aber ohne die Begeisterung, die andere Geräte in diesem Feld auslösen.
Wie wir auf diese Werte kommen
Unser Urteil ★★★★ 4,0/5
Klang Stark Lebhaft und dynamisch mit leichter Tendenz ins Helle — von Award bis obere Mittelklasse reicht das Presse-Echo.
Verarbeitung Stark 30-mm-MDF-Gehäuse und Druckguss-Teller laufen ruhig und solide — nur der Tonarmlift wirkt günstig.
Sofort startklar Stark Tonabnehmer vormontiert und ausgerichtet — Teller drauf, Riemen dran, in Minuten spielbereit.
Im Alltag Mittel Manuell ohne Auto-Stop, und die Aufnahme-Software ist funktional, aber nicht jedermanns Freund.
Wächst er mit? Mittel Tonabnehmer nur eingeschränkt tauschbar — das neue System muss zum 2,5-mV-Ausgang passen.
Hält er? Mittel Solide gebaut, aber ein Auslaufmodell — Verfügbarkeit und Ersatzteillage werden nicht besser.
Preis-Leistung Mittel Als Restposten schwankt der Preis stark — die Hi-Res-Aufnahme lohnt nur, wenn du sie wirklich nutzt.

Unter der Lupe: Der PS-HX500 von Sony

Für unsere Einschätzung haben wir Fachpresse-Tests und hunderte Käuferbewertungen ausgewertet — und der Sony ist ein Sonderfall: What Hi-Fi vergab die Bestnote und kürte ihn 2018 zum Award-Gewinner, die deutsche stereoplay stufte ihn dagegen nüchtern in die obere Mittelklasse ein. So weit liegen Testurteile selten auseinander. Die Käufer landen mit 4,3 dazwischen.

Unsere Lesart: Wer ihn als Digitalisier-Werkzeug bewertet, ist begeistert. Wer ihn als reinen Hör-Plattenspieler bewertet, findet fürs gleiche Geld Stärkeres.

Das Alleinstellungsmerkmal: Hi-Res-Aufnahme eingebaut

Der eingebaute Analog-Digital-Wandler ist der Grund, dieses Gerät zu kaufen. Er nimmt Vinyl direkt als DSD (bis 5,6 MHz) oder WAV (bis 192 kHz/24 bit) auf — Qualitätsstufen, die gewöhnliche USB-Plattenspieler nicht erreichen. Du verbindest ihn per USB mit dem Rechner und nimmst mit Sonys Gratis-Software „High-Res Audio Recorder" auf, die auch das Zerteilen in einzelne Titel übernimmt.

Zum Vergleich: Übliche USB-Plattenspieler digitalisieren in CD-nahen Formaten über Audacity. Das reicht vielen — aber wer seine Sammlung einmal richtig archivieren will, findet hier die komfortabelste Lösung, die es je in dieser Preisklasse gab.

Wie er klingt

In Tests wird der Klang als lebhaft und dynamisch beschrieben, mit einer leichten Tendenz ins Helle. Die englische Presse lobt Detail, Klarheit und Rhythmus-Sicherheit; die deutsche hört ein gutes, aber kein herausragendes Gerät. Fürs entspannte Plattenhören reicht das allemal — nur der Klang allein rechtfertigt den Kauf nicht.

Aufbau & Verarbeitung: unauffällig solide

Optisch ist der PS-HX500 das Gegenteil von auffällig: ein schlichter schwarzer Kasten. Dahinter steckt aber ordentliche Substanz:

  • Das 30 mm dicke MDF-Gehäuse schluckt Vibrationen, verstellbare Gummifüße gleichen Unebenheiten aus.
  • Der Teller aus Aluminium-Druckguss läuft ruhig, eine 5 mm dicke Gummimatte stabilisiert zusätzlich.
  • Der gerade Tonarm hat Antiskating und einstellbares Gegengewicht — nur der Tonarmlift wirkt günstig, ein wiederkehrender Käufer-Kritikpunkt.

Inbetriebnahme: in Minuten spielbereit

Der MM-Tonabnehmer kommt vormontiert und ausgerichtet — du setzt nur Teller, Riemen und Matte auf, balancierst den Tonarm nach der detaillierten Anleitung aus, fertig. Dank eingebauter, schaltbarer Phono-Vorstufe läuft er direkt an Verstärker oder Aktivboxen.

Was die Technik für dich bedeutet
  • Hi-Res-A/D-Wandler intern nimmt Vinyl direkt als DSD oder WAV auf — keine Bastellösung nötig
  • Riemenantrieb ruhiger, vibrationsarmer Lauf — typisch fürs entspannte Hören
  • Schaltbare Phono-Vorstufe läuft direkt an Verstärker oder Aktivboxen
  • Tonabnehmer-Wechsel mit Grenze neues System muss zum 2,5-mV-Ausgang passen — Wandler und Vorstufe sind darauf abgestimmt
Das brauchst du noch dazu
Keine Pflicht-Folgekosten — Vorstufe und Aufnahme-Software (Sonys High-Res Audio Recorder, gratis) sind dabei. Der eigentliche Kostenfaktor ist der schwankende Restposten-Preis: Als Auslaufmodell pendelt er je nach Händler deutlich.

Was du im Alltag merkst

Der PS-HX500 ist manuell: Nadel selbst auflegen, am Ende selbst abheben, kein Auto-Stop. Die Aufnahme-Software ist funktional, aber eigenwillig — im Käuferbild der zweithäufigste Kritikpunkt nach dem Tonarmlift.

Ein Punkt gehört ehrlich dazu: Der PS-HX500 ist ein Auslaufmodell. Sony hat keinen Nachfolger gebaut, verkauft werden Restposten zu schwankenden Preisen. Wenn dich das Konzept reizt, ist Warten hier keine Strategie — es wird nicht mehr, sondern weniger.

Technische Details
  • Antrieb: Riemenantrieb (DC-Motor)
  • Geschwindigkeiten: 33 ⅓ & 45 U/min
  • Basis: MDF-Gehäuse, 30 mm stark
  • Teller: Aluminium-Druckguss, 5-mm-Gummimatte
  • Tonarm: gerade, Antiskating, Gegengewicht einstellbar
  • Tonabnehmer: MM, vormontiert (Wechsel-System muss zu 2,5 mV Output passen)
  • Vorverstärker: integriert, schaltbar
  • Hi-Res-Aufnahme: DSD bis 5,6 MHz / WAV bis 192 kHz/24 bit
  • Gewicht: 5,4 kg · Gleichlaufschwankung: ± 0,25 %

PS-HX500 vs. die Konkurrenz: Welcher passt zu dir?

Der Sony tritt gegen die beiden anderen USB-Spezialisten aus unseren Tests an — den Alleskönner von Audio-Technica und den Budget-Dual:

Sony PS-HX500 AT-LP120USBC Dual DTJ-301.1
Aufnahme-Qualität Hi-Res (DSD/WAV 192 kHz) Standard (USB/Audacity) Standard (USB/Audacity)
Antrieb Riemen Direktantrieb Direktantrieb
Aufnahme-Software Sony-eigene (gratis) Audacity (gratis) Audacity (gratis)
DJ-Features Keine Pitch, Reverse Pitch, Stroboskop
Verfügbarkeit Auslaufmodell (Restposten) Regulär lieferbar Regulär lieferbar
Stärke in einem Satz Beste Aufnahme-Qualität Robuster Alleskönner Günstigster Einstieg

Kurz gesagt: Ist die Archiv-Qualität deiner Aufnahmen das Entscheidende und findest du ihn zum fairen Preis, bleibt der Sony konkurrenzlos. In allen anderen Fällen ist der AT-LP120USBC die sicherere Wahl — regulär lieferbar, robuster, vielseitiger. Die ganze Übersicht findest du auf unserer USB-Plattenspieler-Bestenliste.

Häufige Fragen zum Sony PS-HX500

Was macht den Sony PS-HX500 so besonders?

Sein eingebauter Hi-Res-A/D-Wandler: Er nimmt Schallplatten direkt als DSD (bis 5,6 MHz) oder WAV (bis 192 kHz/24 bit) auf — deutlich über der Qualität üblicher USB-Plattenspieler. Kein anderes Gerät dieser Preisklasse hat das je so komfortabel gelöst.

Wird der Sony PS-HX500 noch hergestellt?

Nein, er ist ein Auslaufmodell ohne direkten Nachfolger. Verkauft werden Restposten, deshalb schwanken Preise und Verfügbarkeit stark. Wenn du ihn willst, lohnt sich der Preisvergleich — und zu langes Warten kann bedeuten, dass er weg ist.

Brauche ich für die Aufnahme spezielle Software?

Ja, Sonys „High-Res Audio Recorder“ — sie ist gratis für Windows und Mac. Sie steuert die Aufnahme, schneidet Titel und exportiert DSD oder WAV. Sie gilt als funktional, aber etwas eigenwillig in der Bedienung.

Kann ich den Tonabnehmer wechseln?

Ja, mit einer Einschränkung: Vorverstärker und A/D-Wandler sind auf einen Ausgang von 2,5 Millivolt abgestimmt. Ein Austausch-System sollte dazu passen, sonst leidet die Aufnahme-Qualität. Die Headshell ist zudem nicht abnehmbar, was den Wechsel etwas fummeliger macht.

Sony PS-HX500 oder AT-LP120USBC?

Geht es dir vor allem um die bestmögliche Digitalisierung deiner Sammlung, nimm den Sony — seine Hi-Res-Aufnahme ist konkurrenzlos. Für alles andere ist der Audio-Technica die sicherere Wahl: regulär lieferbar, robuster gebaut, mit Pitch und drei Geschwindigkeiten.

Hat der PS-HX500 einen Vorverstärker?

Ja, eine eingebaute, schaltbare Phono-Vorstufe. Er läuft damit direkt an jedem Verstärker und sogar an Aktivboxen — ohne Zusatzgeräte.
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Viktoria
Über Viktoria Chefredakteurin bei 33eindrittel.com

Viktoria liebt ihren Plattenspieler und stöbert in ihrer Freizeit am liebsten auf Flohmärkten nach alten Schallplatten. Die ersten Erfahrungen mit Plattenspielern und Soundanlagen machte sie bereits in ihrer Kindheit. Seit mittlerweile 8 Jahren schreibt sie auf 33eindrittel über ihre Lieblingsthemen.