Der Sony PS-HX500 kann eine Sache besser als fast jeder andere Plattenspieler: deine Schallplatten direkt in Hi-Res aufnehmen — DSD oder WAV bis 192 kHz/24 bit, mit Sonys eigener Software statt Bastellösung. Für diese Einordnung haben wir Fachpresse-Tests und hunderte Käuferbewertungen ausgewertet — und dabei ein ungewöhnlich gespaltenes Presse-Echo vorgefunden.
Der Hi-Res-Digitalisierer: Sony PS-HX500
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Amazon.de Preis anzeigen *Detailreich, klar und rhythmisch sicher — und die Hi-Res-Aufnahmefunktion arbeitet hervorragend.— What Hi-Fi?, 5/5 · Award-Gewinner 2018
Unter der Lupe: Der PS-HX500 von Sony
Für unsere Einschätzung haben wir Fachpresse-Tests und hunderte Käuferbewertungen ausgewertet — und der Sony ist ein Sonderfall: What Hi-Fi vergab die Bestnote und kürte ihn 2018 zum Award-Gewinner, die deutsche stereoplay stufte ihn dagegen nüchtern in die obere Mittelklasse ein. So weit liegen Testurteile selten auseinander. Die Käufer landen mit 4,3 dazwischen.
Unsere Lesart: Wer ihn als Digitalisier-Werkzeug bewertet, ist begeistert. Wer ihn als reinen Hör-Plattenspieler bewertet, findet fürs gleiche Geld Stärkeres.
Das Alleinstellungsmerkmal: Hi-Res-Aufnahme eingebaut
Der eingebaute Analog-Digital-Wandler ist der Grund, dieses Gerät zu kaufen. Er nimmt Vinyl direkt als DSD (bis 5,6 MHz) oder WAV (bis 192 kHz/24 bit) auf — Qualitätsstufen, die gewöhnliche USB-Plattenspieler nicht erreichen. Du verbindest ihn per USB mit dem Rechner und nimmst mit Sonys Gratis-Software „High-Res Audio Recorder" auf, die auch das Zerteilen in einzelne Titel übernimmt.
Zum Vergleich: Übliche USB-Plattenspieler digitalisieren in CD-nahen Formaten über Audacity. Das reicht vielen — aber wer seine Sammlung einmal richtig archivieren will, findet hier die komfortabelste Lösung, die es je in dieser Preisklasse gab.
Wie er klingt
In Tests wird der Klang als lebhaft und dynamisch beschrieben, mit einer leichten Tendenz ins Helle. Die englische Presse lobt Detail, Klarheit und Rhythmus-Sicherheit; die deutsche hört ein gutes, aber kein herausragendes Gerät. Fürs entspannte Plattenhören reicht das allemal — nur der Klang allein rechtfertigt den Kauf nicht.
Aufbau & Verarbeitung: unauffällig solide
Optisch ist der PS-HX500 das Gegenteil von auffällig: ein schlichter schwarzer Kasten. Dahinter steckt aber ordentliche Substanz:
- Das 30 mm dicke MDF-Gehäuse schluckt Vibrationen, verstellbare Gummifüße gleichen Unebenheiten aus.
- Der Teller aus Aluminium-Druckguss läuft ruhig, eine 5 mm dicke Gummimatte stabilisiert zusätzlich.
- Der gerade Tonarm hat Antiskating und einstellbares Gegengewicht — nur der Tonarmlift wirkt günstig, ein wiederkehrender Käufer-Kritikpunkt.
Inbetriebnahme: in Minuten spielbereit
Der MM-Tonabnehmer kommt vormontiert und ausgerichtet — du setzt nur Teller, Riemen und Matte auf, balancierst den Tonarm nach der detaillierten Anleitung aus, fertig. Dank eingebauter, schaltbarer Phono-Vorstufe läuft er direkt an Verstärker oder Aktivboxen.
- Hi-Res-A/D-Wandler intern → nimmt Vinyl direkt als DSD oder WAV auf — keine Bastellösung nötig
- Riemenantrieb → ruhiger, vibrationsarmer Lauf — typisch fürs entspannte Hören
- Schaltbare Phono-Vorstufe → läuft direkt an Verstärker oder Aktivboxen
- Tonabnehmer-Wechsel mit Grenze → neues System muss zum 2,5-mV-Ausgang passen — Wandler und Vorstufe sind darauf abgestimmt
Keine Pflicht-Folgekosten — Vorstufe und Aufnahme-Software (Sonys High-Res Audio Recorder, gratis) sind dabei. Der eigentliche Kostenfaktor ist der schwankende Restposten-Preis: Als Auslaufmodell pendelt er je nach Händler deutlich.
Was du im Alltag merkst
Der PS-HX500 ist manuell: Nadel selbst auflegen, am Ende selbst abheben, kein Auto-Stop. Die Aufnahme-Software ist funktional, aber eigenwillig — im Käuferbild der zweithäufigste Kritikpunkt nach dem Tonarmlift.
Ein Punkt gehört ehrlich dazu: Der PS-HX500 ist ein Auslaufmodell. Sony hat keinen Nachfolger gebaut, verkauft werden Restposten zu schwankenden Preisen. Wenn dich das Konzept reizt, ist Warten hier keine Strategie — es wird nicht mehr, sondern weniger.
- Antrieb: Riemenantrieb (DC-Motor)
- Geschwindigkeiten: 33 ⅓ & 45 U/min
- Basis: MDF-Gehäuse, 30 mm stark
- Teller: Aluminium-Druckguss, 5-mm-Gummimatte
- Tonarm: gerade, Antiskating, Gegengewicht einstellbar
- Tonabnehmer: MM, vormontiert (Wechsel-System muss zu 2,5 mV Output passen)
- Vorverstärker: integriert, schaltbar
- Hi-Res-Aufnahme: DSD bis 5,6 MHz / WAV bis 192 kHz/24 bit
- Gewicht: 5,4 kg · Gleichlaufschwankung: ± 0,25 %
PS-HX500 vs. die Konkurrenz: Welcher passt zu dir?
Der Sony tritt gegen die beiden anderen USB-Spezialisten aus unseren Tests an — den Alleskönner von Audio-Technica und den Budget-Dual:
| Sony PS-HX500 | AT-LP120USBC | Dual DTJ-301.1 | |
|---|---|---|---|
| Aufnahme-Qualität | Hi-Res (DSD/WAV 192 kHz) | Standard (USB/Audacity) | Standard (USB/Audacity) |
| Antrieb | Riemen | Direktantrieb | Direktantrieb |
| Aufnahme-Software | Sony-eigene (gratis) | Audacity (gratis) | Audacity (gratis) |
| DJ-Features | Keine | Pitch, Reverse | Pitch, Stroboskop |
| Verfügbarkeit | Auslaufmodell (Restposten) | Regulär lieferbar | Regulär lieferbar |
| Stärke in einem Satz | Beste Aufnahme-Qualität | Robuster Alleskönner | Günstigster Einstieg |
Kurz gesagt: Ist die Archiv-Qualität deiner Aufnahmen das Entscheidende und findest du ihn zum fairen Preis, bleibt der Sony konkurrenzlos. In allen anderen Fällen ist der AT-LP120USBC die sicherere Wahl — regulär lieferbar, robuster, vielseitiger. Die ganze Übersicht findest du auf unserer USB-Plattenspieler-Bestenliste.