So funktioniert der Plattenspieler

Es ist nicht gerade leicht einen guten Plattenspieler zu kaufen, wenn man dessen Funktionsweise nicht zumindest im Ansatz versteht. Daher fassen wir in diesem Beitrag alles Notwendige zum Thema zusammen.

Im letzten Artikel dieses Ratgebers zum Plattenspieler Kauf haben wir dir bereits erklärt, wieso es wichtig ist, die Grundlagen des Plattenspielers zu kennen und dir die einzelnen Bestandteile dieser Geräte näher gebracht. Jetzt möchten wir nochmals auf den Aufbau zurückkommen und dir anhand dessen die Funktionsweise dieser Geräte erklären.

Denn nur das Zusammenspiel aller Komponenten macht – im wahrsten Sinne des Wortes – die Musik.

Wie die Musik beim Plattenspieler entsteht

An der Entstehung des Tons sind beim Plattenspieler viele unterschiedliche Objekte beteiligt. Dieser Ablauf beginnt mit dem Tonarm und endet mit dem Verstärker.

1. Tonarm bewegen – die Platte dreht sich

Direkt auf dem Sockel des Turntables befindet sich der Plattenteller. Hier platzierst du das Vinyl, in dessen Rillen die Toninformation abgespeichert ist.

Nach dem Einlegen der Platte kannst du den Plattenspieler einschalten. Je nach Bauart des Turntables beginnt sich der Plattenteller bereits bei der ersten Bewegung des Tonarms zu drehen. Die Geschwindigkeit lässt sich übrigens normalerweise über einen Schalter einstellen (jedoch besser bevor du das Gerät einschaltest).

Bis jetzt ist prinzipiell noch nichts passiert, die Platte dreht sich zwar, gibt aber noch keine Informationen weiter. Dafür musst du den Tonarm platzieren.

2. Tonarm ausrichten

Der Tonarm an sich wirkt relativ unspektakulär und viele Nutzer glauben deshalb, dass dessen einzige Funktion das Halten des Tonabnehmers ist. Doch ganz so trivial ist das Ganze natürlich nicht:

Wie funktioniert die Wiedergabe der Musik am Plattenspieler?
Wie entsteht die Musik?

Der Tonarm ist am Sockel des Phonogerätes befestigt und hilft dir dabei, den Tonabnehmer über die Platte zu schwenken. Dies klingt, wie bereits erwähnt, relativ einfach, erfordert aber ein extrem präzises Zusammenspiel verschiedenster Teile.

Beispielsweise muss das Gegengewicht, welches die Auflagekraft der Nadel ausbalanciert, extrem präzise verarbeitet werden, damit auch nach Jahren noch „alles im Lot ist“. Zudem zeichnen sich einzelne Plattenspieler durch besondere Features wie einer Antiskating-Vorrichtung aus, die das Schlittern der Nadel verhindert.

Bis hierhin ist allerdings noch immer kein Ton entstanden, da der Tonarm alleine keine Informationen von der Platte lesen kann. Jetzt muss nämlich erst einmal die Nadel gesenkt werden.

3. Die Nadel senken

Nur ein einziges Teil des Turntables tritt in direkten Kontakt mit der Plattedie Nadel. Sie „tastet“ sich durch die Rillen der Platte und liest damit die „eingravierten“ Informationen aus. Im nächsten Schritt übersetzt der Tonabnehmer die Signale und wandelt sie um.

4. Umwandlung der Signale

Der Tonabnehmer ist ein elektroakustischer Wandler, der die Aufgabe hat, mechanische Schwingung in den Festkörpern in elektrische Spannung umzuwandeln. Damit wird die Wiedergabe eines Tons erst möglich, sodass dieser auch für unsere Ohren hörbar ist.

Der genaue Vorgang im Inneren des Tonabnehmers und die Weitergabe an die nächste Station ist allerdings sehr komplex. Deshalb findest du hier bei uns nur einen groben Überblick. 

5. Verstärkung der Signale

Bis hierhin ist allerdings immer noch keine Musik hörbar, sofern der Plattenspieler nicht über eingebaute Boxen, die das Signal des Plattenspielers ausgeben, verfügt. Dies ist allerdings eher selten der Fall.

Um die Musik tatsächlich hörbar zu machen, bedarf es noch eines Audioverstärkers mit Lautsprechern. Dieser ist der letzte Teil in der langen Kette der Audiowiedergabe. Der Plattenspieler sendet in der Regel nur ein niederfrequentes Signal aus, welches sich mittels geeigneter Geräte verstärken lässt.

Im Wesentlichen beschreibt dieses Zusammenspiel der unterschiedlichen Komponenten die Funktionsweise eines Plattenspielers. Natürlich könnte man an jeder Stelle noch mehr ins Detail gehen – für den Kauf eines Phonogerätes ist dies allerdings nicht notwendig.

Hier geht es erst mal mit den Antriebsarten eines Plattenspielers weiter, welche einen großen Einfluss auf die Qualität des Produktes ausüben.

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von Georg