Reibradantrieb

Die drei hauptsächlich produzierten Antriebsarten von Plattenspieler sind der Riemenantrieb, der Direktantrieb und der Reibradantrieb. Letzteres ist eine der ältesten Antriebsarten überhaupt. Erstaunlich ist nur, dass die Variante immer noch nicht ganz wegzudenken ist.

Geschichtliches

Wie bereits erwähnt waren die ersten Plattenspieler mit einem Reibradantrieb ausgestattet. Heute finden sie sich nur noch in Vintage Geräten, wie z.B. in Modellen von Lenco, EMT oder Garrard. Man sagt ihnen klanglich Vorzüge nach, weswegen sie immer noch sehr beliebt sind.

Voraussetzung für diese besseren Soundeigenschaften sind aber auch ein tadelloser Zustand des Gerätes und die einwandfreie Einstellung. Erst dann kann eine erfolgreiche Übertragung erreicht werden.

Der Reibradantrieb
Der Reibrad-Antrieb fristet heutzutage ein Nischendasein

Antrieb über ein Zahnrad

Die Drehung der Hauptwelle eines Motors wird hierbei über das Reibrad auf ein anderes rotierendes Gerät, z.B. einen Plattenteller, übertragen. Das Reibrad ist in diesem Sinne ein Zahnrad das zwischen zwei oder mehr andere Zahnräder eingesetzt wird.

Wer sich unter einem Zahnrad etwas vorstellen kann, wir jetzt erst einmal stutzen. Diese haben an den Rändern nämlich Zacken und eignen sich somit eigentlich überhaupt nicht zu einer störungsfreien, vibrationsarmen Drehung. Aus diesem Grund wird das Zahnrad mit einer Gummischicht überzogen. Doch auch diese Eigenschaft ist nicht ganz zufriedenstellend.

Vor- und Nachteile

Gerade bei diesen Laufwerken kommt es sehr auf die Verarbeitung und Qualität an. Somit sollte eher auf anspruchsvolle Geräte mit nennenswerten Herstellern (z.B. Thorens, Lenco) gesetzt werden. Ein Vorteil der für einen Plattenspieler mit einem Reibradantrieb spricht ist die gute Übertragung des Drehmoments, d.h. dass es beim Abspielen zu keiner Verzerrung kommt.

Wie du dir bereits vorstellen kannst, ist der Einsatz des Gummirades nicht ganz unproblematisch. Der Verschleiß und die Zersetzung des Rades machen sich mit der Zeit über ein Rumpeln bemerkbar. Auch die direkte mechanische Verbindung zu einem vibrierenden Motor kann in vielen Fällen und einem niederfrequentem Rauschen führen.

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Veröffentlicht von Georg - HiFi-Experte auf 33einDrittel.com

Georg ist der Audio Experte auf 33einDrittel. Während seines Informatik Studiums arbeitete er in einem Hi-Fi-Fachgeschäft und konnte sich dadurch jede Menge Fachwissen zum Thema Plattenspieler aneignen.

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