Vollautomatik vs. Manuelle Plattenspieler – Alle Infos, Tipps & die besten GerĂ€te

Bist du auf der Suche nach einem neuen Plattenspieler? Hast du dir bereits ĂŒberlegt, ob dein Plattenspieler automatisch, manuell oder halbautomatisch laufen soll? Keinen Schimmer, was das bedeutet? Hier findest du die Antworten.

Bevor du dir einen Schallplattenspieler kaufst, ist es wichtig zu verstehen, wie dieses System funktioniert. In diesem kurzen Ratgeber erfÀhrst du:

  • Wie ein automatischer, halbautomatischer bzw. manueller Plattenspieler funktioniert
  • Was die Vor- und Nachteile sind
  • Welchen Plattenspieler wir dir empfehlen wĂŒrden

1. Vollautomatischer Plattenspieler

Beim Thema automatisch vs. manuell geht es eigentlich um die Art und Weise wie sich die Nadel auf die Schallplatte legt. Dies kann entweder automatisch oder manuell geschehen. Halbautomatische Plattenspieler sind eigentlich eine Zwischenform der anderen beiden Varianten.

Was ist ein vollautomatischer Plattenspieler?

Den vollautomatischen Plattenspieler könnte man als Luxusvariante eines Plattenspielers bezeichnen. Das bedeutet nĂ€mlich, dass sich der Tonarm beim Abspielen einer Platte automatisch senkt und sogar das Ende der Platte erkennt. Wie von Zauberhand bewegt er sich dann wieder zurĂŒck auf die Hebevorrichtung.

Mit oder ohne Hebefunktion?

Je nach Funktion des Plattenspielers gibt es auch eine unterstĂŒtzende „Hebefunktion“. Diese unterstĂŒtzt den Nutzer beim Auflegen des Tonarms.

  • Hierbei musst du den Tonarm nur ĂŒber die gewĂŒnschte Rille legen.
  • Das Heben und Senken erledigt der Mechanismus von selbst.

Vor- und Nachteile des vollautomatischen Plattenspielers

Der grĂ¶ĂŸte Vorteil beim automatischen Plattenspieler ist natĂŒrlich der erhöhte Komfort bei der Bedienung. Gleichzeitig lassen sich so BeschĂ€digungen, die hĂ€ufig durch falsches manuelles Auflegen passieren, verhindern.

Viele Vinyl-Liebhaber sind jedoch nicht so begeistert von vollautomatischen Schallplattenspielern. So sollen sie beispielsweise störanfĂ€lliger sein und fĂŒr die richtige Auswahl der Plattenrille schon mal einige Zeit brauchen.

Ein weiterer Vorwurf an die Vollautomatik beim Plattenspieler ist, dass dafĂŒr mehr Teile eingebaut werden mĂŒssen. Diese können dann zu unguten Vibrationen fĂŒhren, die die QualitĂ€t der Musikwiedergabe negativ beeinflussen.

Der Aufbau des Plattenspielers
Die einzelnen Teile des Plattenspielers: der Sockel, der Plattenteller, der Tonarm, der Tonabnehmer + Nadel

Wer braucht einen vollautomatischen Plattenspieler?

Vielleicht ist ein automatischer Plattenspieler dennoch das Richtige fĂŒr dich? Wem es schwerfĂ€llt die Nadel korrekt auf der Platte zu platzieren oder diese hĂ€ndische Einstellung schlicht einfach zu unpraktisch ist, ist mit einem vollautomatischen Plattenspieler sicher gut beraten.

Bedenke auch, dass vollautomatische Systeme um einiges sicherer bzw. schonender fĂŒr die Schallplatten sind. Wenn beispielsweise nach dem Ende des Abspielens die Nadel immer weiter in der gleichen Rille gleitet, kann das die Abnutzung natĂŒrlich vergrĂ¶ĂŸern.


2. Manueller Plattenspieler

Bei einem manuellen Plattenspieler erkennt das GerĂ€t weder den Anfang noch das Ende der eingelegten Platte. Das heißt, der Tonarm muss zu Beginn aufgelegt und am Schluss auch wieder auf die Hebevorrichtung gehoben werden.

Zur UnterstĂŒtzung gibt es an vielen GerĂ€ten einen Hebel zum Senken bzw. Heben des Tonarmes.

Vor- und Nachteile des manuellen Plattenspielers

Besonders praktisch ist, dass du beim manuellen bzw. halbautomatischen Plattenspieler direkt und schnell eingreifen kannst. Nicht wenige behaupten die Funktionsweise des vollautomatischen Plattenspielers sei zu trÀge.

Außerdem werden bei der manuellen Funktionsweise weniger Bauteile im Plattenspieler benötigt. ZusĂ€tzliche Bauteile verursachen nicht selten ungute Vibrationen.

Ein großer Nachteil ist hingegen, dass bei Unachtsamkeit die Platte schnell einmal Kratzer davon tragen kann. Wenn z. B. eine Seite fertig ist und du nicht sofort zur Stelle bist, bleibt die Nadel in der Rille und dreht sich weiter. Dadurch kann die Schallplatte natĂŒrlich SchĂ€den davon tragen.

Wer braucht einen manuellen Plattenspieler?

Aufgrund seiner speziellen VorzĂŒge sind manuelle Plattenspieler die erste Wahl fĂŒr DJs. Erst durch die Möglichkeit des direkten Eingriffs in die Wiedergabe ist das Manipulieren der Musik möglich. Aber auch fĂŒr viele Hi-Fi Freunde sind manuelle Plattenspieler die erste Wahl.



3. Halbautomatischer Plattenspieler

Viele sind ĂŒberzeugt, es muss nicht vollautomatisch sein – ein halbautomatisch ist ausreichend. WĂ€hrend der vollautomatische Plattenspieler Anfang und Ende von selber erkennt, musst du bei der halbautomatischen Funktionsweise den Tonarm von Hand auf die Platte legen.

Dies ist zwar schneller zu erledigen, als bei manchen Vollautomaten, geht jedoch auch mit einem geschickten HĂ€ndchen einher. Zu Beginn ist es vielleicht nicht so einfach, die richtige Rille auf der Platte zu treffen.

Beispielsweise wenn du ein bestimmtes Lied auf einer Platte hören möchtest, ohne zuerst das ganze Album hören zu mĂŒssen. Mit ein wenig Übung wird jedoch auch diese Herausforderung zum Kinderspiel.

Vor- und Nachteile des halbautomatischen Plattenspielers

Beim halbautomatischen Plattenspieler musst du dich weniger sorgen, wenn du nicht sofort nach Ende der Platte zur Stelle bist. Wie das beim Vollautomaten der Fall ist, hebt der Mechanismus den Tonarm an und schaltet den Plattendreher aus.

Leider sind heute gar nicht mehr so viele halbautomatische Plattenspieler am Markt. Die Nachteile dieses Systems sind dieselben wie beim manuellen GerÀt.

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von Viktoria